Taufe in der Zukunftswerkstatt: Effata!

Taufe in der Zukunftswerkstatt: Effata!

 „Adrian Levi Immanuel, der Herr lasse dich heranwachsen und wie er mit dem Ruf ‚Effata – Öffne dich‘ dem Taubstummen die Ohren und den Mund geöffnet hat, öffne er auch dir Ohren und Mund, dass du sein Wort vernimmst und den Glauben bekennst zum Heil der Menschen und zum Lobe Gottes!“

 Diese Worte sprach Pater Clemens am 1. Dezember bei der berührenden Tauffeier unseres Sohnes Adrian Levi Immanuel in der Zukunftswerkstatt, für die meine Frau und ich sehr dankbar sind. „Effata“ – das ist unser Wunsch für Adrian: Offen sein für Gott, für sein Wort, für das Höhere, Größere, Weitere im Leben und für alle Menschen. Den Glauben an Gott und Seinen Sohn Jesus Christus, der uns in unserem Leben so viel Halt und Kraft gibt und der Adrian in unsere Obhut gegeben hat, können und wollen wir in ihm nicht erzwingen und doch möchten wir Adrian in diese andere Wirklichkeit einführen, ihn immer wieder zum Fest des Glaubens einladen. Wir möchten ihm eine grundsätzliche Offenheit für Fragen des Glaubens, der Religion und des Spirituellen mitgeben.

Dafür braucht es Menschen und Räume, die Gott erfahrbar machen, denn Er – davon bin ich fest überzeugt – sucht eine Beziehung zu uns Menschen, wir müssen uns nur dafür öffnen. Solche Menschen und einen solchen Ort habe ich in der Zukunftswerkstatt und der Frankfurter Magis-Gruppe gefunden. Hier treffe ich andere junge Erwachsene, die ebenfalls nach ihrer Berufung suchen, die Gott näher kommen und dies mit anderen teilen möchten. Wir sprechen über unsere aktuellen Lebensphasen und Zukunftspläne, beten gemeinsam und betrachten die Heilige Schrift. Die Magis-Gruppe schenkt mir immer wieder Gemeinschaft mit anderen jungen Menschen, die auch auf der Suche nach Gott und seinem Ruf an uns sind.

Beim Auszeitwochenende im Juni habe ich Gottes Nähe im Schweigen das erste Mal seit langer Zeit wieder gespürt. „Er führte mich hinaus ins Weite, er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen“, heißt es in Psalm 18,20. Diese Weite und Freiheit erfuhr ich an den beiden Tagen immer wieder und so war das Wochenende mehr als nur eine Auszeit von meiner Masterarbeit und der Vorbereitung auf unseren Sohn, sondern eine Gotteserfahrung, die mich seither trägt.

Mit dem Ende meines Studiums und der Geburt meines Sohnes bin ich beruflich wie privat in einer Phase des Aufbruchs. Viele Entscheidungen müssen in den kommenden Monaten getroffen werden. Das kann und möchte ich nicht allein tun. Gott hat meine kleine Familie reich beschenkt und so soll auch Er weiterhin Teil dieser Familie sein – im täglichen Gebet, in unserem Familienleben, bei der Suche nach dem passenden Beruf oder dem richtigen Wohnort. Die Zukunftswerkstatt und die Magisgruppe helfen mir, im oft lauten Alltag mit einem kleinen Baby die leise Stimme Gottes zu hören, die in mir klingt und Antworten auf meine Fragen gibt. So sprach Pater Clemens die Worte bei der Taufe nicht nur zu Adrian, sondern auch zu mir: „Effata – Öffne dich!“

 

Dieser Beitrag kommt von Jonas, der im Sommer an einem Auszeitwochenende in der Zukunftswerkstatt teilgenommen hat.

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