Jeder Mensch ist einzigartig – diese Einmaligkeit sehen wir als Berufung: ein Leben, das aus Gottes Ruf heraus lebendig, sinnhaft und segensreich wird. Berufung ist kein festgelegter Plan, sondern ein Weg, den ich entdecke und gestalte – mit meinen Talenten, Prägungen und Entscheidungen.
Sie zu leben heißt: Ich bin angekommen, spüre Kraft, Freude, das Gefühl zu haben angekommen zu sein. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass es keine Probleme oder Schwierigkeiten mehr gibt, wenn ich meine Berufung gefunden habe. Mit dem Blick auf Jesus: Er hatte seine Berufung gefunden und gelebt, dennoch knirschte es ziemlich heftig in einigen Begegnungen und am Ende verließen ihn seine Freunde und er wurde umgebracht. Dennoch war sein Leben gelungen.
Der Begriff „Berufung“ wird häufig nur mit Berufen innerhalb der Kirche assoziiert. Das greift uns zu kurz. Jeder Mensch ist von Gott berufen, die Welt als Christ mitzugestalten – ob als Mutter, Straßenmusiker, Franziskanerin, Vater, Jesuit, Physiker, Managerin, Priester oder Bäcker.