“Jeder soll seine Berufung finden”

Clemens Blattert SJ wird neuer Leiter des Zentrums für Berufungspastoral

Nach dem Motto “Jeder soll seine Berufung leben” leitet Clemens Blattert SJ seit 2016 die Zukunftswerkstatt SJ in Frankfurt und ist Geistlicher Rektor der bischöflichen Studienförderung (Cusanuswerk). Nun wurde er von der Deutschen Bischofkonferenz zum neuen Direktor des Zentrums für Berufungspastoral (ZfB) berufen.

Hier findet ihr die offizielle Pressemitteilung:

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat mit Zustimmung der Zentraleuropäischen Provinz des Jesuitenordens P. Clemens Blattert SJ (Frankfurt am Main) zum neuen Direktor des Zentrums für Berufungspastoral (ZfB) berufen. Zugleich wird der Standort des ZfB von Freiburg nach Frankfurt am Main (St. Georgen) verlegt und so die Jugend- und Berufungspastoral auf Bundesebene stärker miteinander verbunden.

Bischof Dr. Felix Genn (Münster), Vorsitzender der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste dankt P. Blattert SJ für seine Bereitschaft, die neue Aufgabe zum 1. August 2021 zu übernehmen und Provinzial P. Bernhard Bürgler SJ für die Freistellung von P. Blattert SJ: „Es freut mich sehr, dass wir mit P. Blattert einen erfahrenen Berufungsbegleiter junger Menschen und kreativen Priester für diese Aufgabe gewinnen konnten. Die Zukunftswerkstatt SJ der Jesuiten in Frankfurt hat sich als herausragender Standort der Berufungsbegleitung junger Menschen etabliert. Das ZfB wird davon profitieren, künftig am gleichen Standort zu sein.“ Neben der Unterstützung und Vernetzung der Diözesanstellen für Berufungspastoral und einer Förderung der geistlichen Berufungsbegleitung soll künftig die Vernetzung zwischen Jugend- und Berufungspastoral durch eine eigene Stelle in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj) sichergestellt werden. Das Ineinander von Jugend- und Berufungspastoral hatte Papst Franziskus in seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Christus vivit ausdrücklich gewünscht.

„Gerne sagen wir Jesuiten Ja zu dieser interessanten Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz im Bereich Berufungspastoral“, unterstreicht Provinzial P. Bernhard Bürgler SJ. „Papst Franziskus hat uns Jesuiten vier Universale Apostolische Präferenzen für die kommenden Jahre ins Stammbuch geschrieben. Die dritte Präferenz lautet: ‚Jugendliche und junge Erwachsene bei der Gestaltung einer hoffnungsvollen Zukunft begleiten‘. Mit dem Aufbau eines Berufungscampus für eine erneuerte Berufungspastoral in Deutschland entsteht ein mutiges und innovatives Angebot für die Begleitung junger Menschen. Dazu stellen wir Jesuiten uns gerne zur Verfügung.“

P. Clemens Blattert trat 2003 in den Jesuitenorden ein, wurde 2009 zum Priester geweiht, war dann Studentenpfarrer in Leipzig und leitet die Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Frankfurt am Main. 2018 war er Berater der XV. Weltbischofssynode zum Thema „Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. „Über die Ernennung freue ich mich und über das Vertrauen und die Möglichkeit, mit den Kolleginnen und Kollegen in den Diözesanstellen neue Wege in der Berufungspastoral auszuprobieren und gestalten zu können“, so P. Blattert. Die Jugendsynode und das Nachsynodale Schreiben Christus vivit sind ihm für die Arbeit in der Berufungspastoral wichtig: „,Begleitung‘ war eines der zentralen Stichworte während der Jugendsynode. In meiner zehnjährigen Arbeit mit jungen Menschen habe ich Begleitung als hilfreiches Mittel erlebt, sie auf ihrer Suche nach einem gelingenden Leben zu unterstützen. Mit den Kolleginnen und den Kollegen in der Berufungspastoral möchte ich das Ohr nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen haben, um zu erkennen, was sie heute brauchen und wie sie in sich und Gott Vertrauen fassen, um mutig ihre Einmaligkeit zu entfalten, den Kern jeder Berufung.“

Der Ständige Rat und die Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste danken dem bisherigen Direktor des ZfB, Pfarrer Michael Maas, und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Pfarrer Maas habe gemeinsam mit den Diözesanstellen für Berufungspastoral kreative Projekte initiiert und konnte dabei neue Kooperationen eingehen. Besonders hervorzuheben sei die Förderung des geistlichen Wachstums und des Gebets um Berufungen durch die Gebetsaktion „Werft die Netze aus“, sowie die Publikation der Gebetbücher „Beten“ und „Zeig mir den Weg“. Darüber hinaus wurden am ZfB Online-Kampagnen organisiert wie „Valerie und der Priester“ und der Musikwettbewerb „Vocation Music Award“. Pfarrer Michael Maas wird zum 15. Juli 2021 in den Dienst des Erzbistums Freiburg zurückkehren. Der Ständige Rat dankte auch dem Erzbistum Freiburg für die jahrzehntelange insbesondere personelle Unterstützung der Berufungspastoral in Deutschland durch die Trägerschaft des ZfB in Freiburg.

Auch die Badische Zeitung aus Clemens Blattert’s Heimat hat über seine Ernennung geschrieben. Den Artikel könnt ihr hier lesen.

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